Fußpflege: Schöne Füße nicht nur im Sommer
Der heiße Sommer macht unseren Füßen ordentlich zu schaffen. Sandalen, Flip-Flops oder Pantoletten lassen zwar viel Luft an die Füße, gleichzeitig sind sie aber Sonne, Schweiß und Reibung ausgesetzt – und besonders Fersen und Zehen bekommen das schnell zu spüren. Rissige Fersen, Druckstellen oder Hornhaut müssen jedoch kein notwendiger Preis für sommerlichen Komfort sein. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie Ihre Füße gut pflegen und dafür sorgen, dass sie den Sommer genauso genießen wie Sie.

Warum die Füße im Sommer besonders leiden
Im Sommer müssen unsere Füße mehr leisten als sonst – wir gehen häufiger, laufen barfuß oder tragen offene Schuhe. Dazu kommen Hitze und Schweiß. Die Kombination aus Wärme, Feuchtigkeit und Reibung durch Sandalenriemchen schafft ideale Bedingungen für Druckstellen, Hornhaut und rissige Haut an den Fersen.
Häufige Sommerprobleme mit den Füßen:
- Rissige Fersen durch das Austrocknen der Haut in der Sonne und Hitze
- Druckstellen und Blasen durch Sandalenriemchen, besonders bei neuen Schuhen
- Starkes Schwitzen, das die Haut aufweicht und das Risiko von Blasen erhöht
- Geschwollene Füße durch langes Stehen oder Gehen bei großer Hitze
- Hornhaut an Stellen, an denen die Schuhe drücken oder häufiger an der Haut reiben
Sommerpflege für die Füße: einfache Anleitung
1. Feuchtigkeit für die Haut ist das A & O
Rissige Fersen entstehen vor allem durch trockene Haut. Füße verdienen genauso viel Pflege wie Gesicht oder Hände.
- Verwenden Sie eine Fußcreme für die Fersen mit Urea oder Panthenol, idealerweise abends nach der Dusche
- Integrieren Sie einmal pro Woche ein sanftes Fußpeeling mit einem Bimsstein oder einer Peelingcreme in Ihre Pflegeroutine
- Im Sommer darf es ruhig etwas mehr sein – höhere Temperaturen trocknen die Haut schneller aus als im Winter
2. Druckstellen und Blasen vorbeugen
Bevor aus einer kleinen Druckstelle eine schmerzhafte Blase entsteht, können Sie einiges dagegen tun.
- Neue Sandalen schrittweise einlaufen und nicht gleich den ganzen Tag tragen
- An Stellen, an denen die Schuhe besonders stark reiben, Vaseline oder einen speziellen Anti-Blasen-Stick auftragen
- Für unterwegs immer ein zusätzliches Blasenpflaster dabeihaben – besonders bei einem Ausflug oder im Urlaub
3. Fußschweiß richtig in den Griff bekommen
Schweiß schadet der Haut an sich nicht, aber in Kombination mit Wärme und Reibung erhöht er das Risiko für Hautreizungen.
- Wählen Sie Schuhe aus natürlichen, atmungsaktiven Materialien wie Leder, Leinen oder Baumwolle
- Waschen Sie Ihre Füße jeden Abend gründlich und trocknen Sie sie sorgfältig ab – auch die Bereiche zwischen den Zehen
- Bei starkem Schwitzen können Fußpuder, Fußpuderpräparate oder ein natürlicher Fußdeodorant helfen
4. Geschwollene Füße nach einem langen Tag
Erhöhte Temperaturen führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße, wodurch sich Flüssigkeit leichter in den Beinen und Füßen ansammelt.
- Heben Sie Ihre Füße zum Tagesende für etwa 10 bis 15 Minuten an, idealerweise über die Höhe Ihres Herzens
- Erfrischen Sie Ihre Füße mit einer kühlen, nicht eiskalten Dusche oder einem Fußbad
- Achten Sie auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr, da Dehydration die Schwellungen verstärken kann
5. Nach dem Freibad die Füße gründlich trocknen
Die feuchte Umgebung im Schwimmbad, Freibad sowie in Gemeinschaftsduschen ist für die Füße ungünstig. Nach dem Baden ist die Haut weicher und empfindlicher; daher sollte sowohl auf Hygiene als auch auf Komfort geachtet werden.
- Es wird empfohlen, in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, Duschen oder Umkleideräumen Flip-Flops oder anderes abwaschbares Schuhwerk zu tragen, um den direkten Kontakt der Füße mit feuchten Oberflächen zu minimieren, auf denen sich Bakterien oder Pilze ansiedeln können.
- Spülen Sie Ihre Füße nach dem Baden gründlich mit sauberem Wasser ab und trocknen Sie sie sorgfältig – insbesondere zwischen den Zehen –, da dort die Feuchtigkeit am längsten verweilt und Hautreizungen sowie das Risiko von Fußpilz begünstigen kann.
6. Je nach Aktivität die Schuhe wechseln
Ein einziges Paar Sandalen reicht für den ganzen Sommer oft nicht aus. Für die Stadt eignen sich andere Schuhe als für eine längere Wanderung oder einen Tag am Wasser.
- Bei starkem Schwitzen oder Reizungen der Füße ist es ratsam, das Schuhwerk regelmäßig zu wechseln und ausreichend Zeit zum Trocknen einzuräumen. Dadurch wird verhindert, dass die Füße über längere Zeit in derselben feuchten Umgebung verweilen, was der Haut eine bessere Regeneration ermöglicht.
Wann Sie besser aufmerksam werden sollten
Normale trockene Haut oder leichte Druckstellen lassen sich meist mit der richtigen Pflege zu Hause behandeln. Wenn die Fersen jedoch tief eingerissen oder schmerzhaft sind, bluten, nässen oder die umliegende Haut gerötet und warm ist, sollten Sie besser einen Arzt oder eine medizinische Fußpflegerin konsultieren. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen in den Beinen oder wiederkehrenden Hautinfektionen sein.
So regenerieren Sie Ihre Füße nach einer Wanderung oder Bergtour
Nach einer ganztägigen Wanderung haben Ihre Füße mehr geleistet als sonst in einer ganzen Woche im Büro. Deshalb verdienen sie gezielte Regeneration und nicht nur ein kurzes „Beine hochlegen“.
Schritt für Schritt nach einer anstrengenden Wanderung:
- Kühlen – kaltes Wasser oder eine kühle Kompresse für 10–15 Minuten kann Schwellungen lindern und die beanspruchten Muskeln beruhigen
- Blasen kontrollieren – Blasen sollten möglichst unberührt bleiben. Schützen Sie sie mit einem sanften Verband oder einem speziellen Pflaster vor zusätzlicher Reibung. Bei großen und schmerzhaften Blasen kann es in bestimmten Fällen notwendig sein, diese zu entlasten – hierbei sollte jedoch stets steril gearbeitet werden.
- Füße massieren – auch eine kurze Massage der Füße und Waden kann die Durchblutung fördern und verspannte Muskeln lockern
- Feuchtigkeit – Fußcreme oder ein Pflegebalsam versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und gleicht aus, was ihr durch Hitze und Schwitzen im Laufe des Tages entzogen wurde
- Die Füße „atmen“ lassen – zu Hause und am Abend können Sie offene Schuhe tragen oder barfuß laufen, damit sich Haut und Gelenke nach einem langen Tag in Schuhen erholen können
Bequeme Schuhe als Vorbeugung – nicht nur als Pflaster für die Folgen
Viele Probleme mit den Füßen – von Druckstellen bis hin zu schmerzenden Zehen – hängen nicht nur von der Pflege ab, sondern auch davon, wie gut das Schuhwerk an die natürliche Form des Fußes angepasst ist. Eine schmale Zehenbox, eine harte Sohle oder wenig atmungsaktive synthetische Materialien können die Belastung für die Füße erhöhen – egal, ob beim Spaziergang durch die Stadt oder bei einer Wanderung in den Bergen.
Barfußschuhe mit einer großzügigen Zehenbox ermöglichen es den Zehen, sich auf natürliche Weise zu bewegen und minimieren die Reibung an den Stellen, wo herkömmliche Sandalen häufig scheuern. Darüber hinaus tragen natürliche Materialien dazu bei, dass die Füße auch an heißen Tagen trocken bleiben. Dies bedeutet für Ihre Füße eine reduzierte Zeitspanne zur Behandlung von Druckstellen sowie mehr Tage voller Unbeschwertheit beim Gehen.
Sollten Sie nach Sandalen suchen, die Ihren Füßen auch bei hohen Temperaturen genügend Freiheit gewähren, laden wir Sie ein, unser Sortiment an sommerlichen Barfußschuhen für Erwachsene und Kinder zu entdecken.
Oft gestellte Fragen zu der sommerlichen Fußpflege
Wie oft sollte man die Fersen im Sommer eincremen?
Idealerweise jeden Abend nach dem Duschen. Wenn die Fersen sehr trocken sind, tragen Sie eine dickere Schicht Creme auf und ziehen Sie über Nacht Baumwollsocken an.
Was hilft gegen Blasen durch Sandalen?
Das Wichtigste ist, weitere Reibung zu vermeiden. Decken Sie die Blase mit einem speziellen Blasenpflaster oder einer weichen Wundauflage ab und wechseln Sie vorübergehend zu bequemeren Schuhen.
Warum reißen die Fersen im Sommer auf?
Die Haut an den Fersen trocknet bei Hitze schneller aus. Auch Barfußlaufen, offene Schuhe, Staub und eine unzureichende Feuchtigkeitsversorgung der Haut können dazu beitragen.
Welche Sandalen eignen sich für empfindliche Füße?
Am besten sind Sandalen, die an den Zehen nicht drücken, im Zehenbereich ausreichend Platz bieten, guten Halt geben und keine Riemchen an Stellen haben, an denen die Haut leicht aufscheuert.